Gemeinsames Backen bringt Menschen einander näher
Arbeitskreis Asyl und Heimat- und Geschichtsverein richten Backtag aus

Sie kommen aus Eritrea, aus Afghanistan oder dem Iran und haben in Schömberg eine vorläufige Bleibe gefunden. Um ihnen und der Bevölkerung die Gelegenheit zu geben in Kontakt zu kommen, wurde zum gemeinsamen Backen ans Backhaus des Heimat- und Geschichtsvereins eingeladen. Es kamen, sowohl die meisten Flüchtlinge als auch interessierte Bürgerinnen und Bürger.
Ums nähere Kennenlernen geht es Jonas Berhane aus Eritrea, der seit 2 Monaten in Langenbrand lebt. Deshalb hat er mit seinen Schicksalsgenossen Teig vorbereitet, um zu zeigen wie man in seiner Heimat Brot backt. Vereinsbäcker Peter Hoppe hatte den Ofen eingeheizt. Zunächst wurden die von den Schömbergern mitgebrachten Kuchen und Pizzen gebacken, wobei Peter Hoppe die Neugier der Flüchtlinge befriedigen musste. Um die Wartezeit zu verkürzen hatte Walter Frey seine Gitarre mitgebracht. Interessiert lauschten nicht nur die Flüchtlinge seinem Gesang.


Die Eritreer waren mit der Backkunst von Peter Hoppe (rechts) zufrieden. In ihrer Heimat sehen die Backöfen ganz anders aus.


Als die Düfte der Kuchen und Pizzen ums Backhaus waberten, haben alle tüchtig zugelangt. Jetzt hatte der Ofen die richtige Temperatur fürs Brot. Als das Brot der Eritreer fertig war, ließ sich keiner lumpen das duftende Fladenbrot mit der Knoblauchcreme der Schömbergerinnen zu bestreichen und es sich zu Gemüte zu führen. So gesättigt und gut gelaunt wurden viele Gespräche geführt und Kontakte geknüpft. Wo es noch an der Sprache haperte wurde gestikuliert, die Verständigung klappte ganz gut. Und so endete eine der vielen Initiativen des Arbeitskreises Asyl zur Zufriedenheit aller.

Das Fladenbrot der Eritreer, bestrichen mit der Knoblauchcreme der Schömbergerinnen, hat allen gut geschmeckt.


Bildimpressionen


Bericht und Bilder: Friedrich Eschwey