Weihnachtsausstellung 2016

Der Heimat-und Geschichtsverein lädt herzlich ein zur
Weihnachtsausstellung 2016 "Mode" aus alten Nähstuben
vom 27. November 2016 bis 1. Januar 2017



Hier können Sie den Flyer herunterladen:

flyer_weihnachtsausstellung_2016.pdf [716 KB]

Vorbericht zur Ausstellung

Einblicke in die Arbeit alter Nähstuben

Unter dem Motto >>Mode aus alten Nähstuben<< gewährt die Weihnachtsausstellung des Heimat- und Geschichtsvereins Schömberg im Haus Bühler Einblicke in die Arbeit früherer Nähstuben. Exponate aus zwei ehemaligen Schömberger Nähstuben führen in die Zeit, als die klassische Nähmaschine Stand der Technik war und die Schneiderin oder der Schneider noch von Hand Dinge tun musste, die heute die Computersteuerung des Nähautomaten übernimmt.
Es sind alte Nähmaschinen unterschiedlicher Art aus der Sammlung von Karl-Heinz Bertsch zu bewundern, die zum Teil aus der ehemaligen Werkstatt der Schneidermeister Karl Bertsch und seines Sohnes Karl-Heinz stammen. Über 100 Jahre alt ist eine noch funktionstüchtige Nähmaschine der ehemaligen Firma H. Melter aus einem Schömberger Bürgerhaus.

Die klassische Nähmaschine und was damit gefertigt wurde zeigt die Weihnachtsausstellung im Haus Bühler.


Das Bügeleisen war und ist ein wichtiges Werkzeug des Schneiders. Was das zum Teil für monströse Gebilde waren, die dem Schneider regelrechte Schwerarbeit abverlangten, kann der Besucher erahnen, wenn er mal eines in die Hand nimmt. Sie hatten früher auch keinen elektrischen Anschluss, sondern wurden mit glühemden Kohlen gefüllt oder mit Dampf betrieben. Eines der Exponate wurde mit Petroleum gefüllt, ganz schön exotisch. Exotisch ist auch die Sammlung von Fingerhüten, auch die gehörten zum Handwerkszeug der Schneider.

Bügeleisen unterschiedlichster Art zeigen, was damals Bügeln für Schneider und Hausfrau bedeutete.


Sehr persönlich wird es, wenn man in die alten Unterlagen aus der Ausbildung der ehemaligen Damenschneidermeisterin Elfriede Tute schaut. 1939 begann sie ihre Lehrzeit. Ein handschriftlich geführtes Werkstattwochenbuch gibt Einblicke in die Anforderungen der Ausbildung in der damaligen Zeit. Genauso das penibel geführte Heft mit den Schnittzeichnungen. Aus beiden Schömberger Nähstuben stammen einige Schnittmuster, die ebenfalls erkennen lassen auf welch hohem, handwerklichen Niveau gearbeitet wurde. Und wie gearbeitet wurde zeigen Fotos aus der Werkstatt der Schneidermeister Bertsch.
Stellt sich die Frage, was kam denn an Mode bei all dem Handwerk heraus? Tolle Mode natürlich. Zu bewundern an den ausgestellten Modellen aus der Zeit der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert, geliefert von einem Kostümverleih. All das und noch einiges mehr haben Elisabeth Aberger, Karola Hauf und Margot Burkhardt zusammengetragen und präsentieren es in gekonnter Weise. An den ersten drei Öffnungstagen gibt es den bewährten Basar von Karola Hauf.

Das Ausstellungsteam bei der Arbeit, von links: Elisabeth Aberger, Margot Burkhardt und Karola Hauf.


Die Ausstellung wird Sonntag, den 27. November 2016 um 14.00 Uhr eröffnet und geht bis Sonntag, 26. Dezember 2016.

Text und Bilder: Friedrich Eschwey

Ausstellungseröffnung 1. Advent

„Das ist eine sehr schöne Ausstellung bei der die ausgestellten Exponate sehr harmonisch aufeinander abgestimmt sind“, sagte der Vorsitzende des Heimat- uns Geschichtsvereins Dieter Wiedenmann bei der Eröffnung. Er dankte dem Ausstellungsteam Elisabeth Aberger, Margot Burkhardt und Karola Hauf für ihren unermüdlichen Einsatz beim Zusammentragen und arrangieren der unzähligen Ausstellungsstücke.

Dieter Wiedenmann eröffnete die Ausstellung und lobte das Ausstellungsteam (von rechts) Elisabeth Aberger, Karola Hauf und Margot Burkhadt für ihren Einsatz


Elisabeth Aberger betonte bei ihrer Einführungsrede: „Wir haben mit viel Herzblut versucht Ihnen die Mode aus Nähstuben um die Wende des 19. zum 20. Jahrhundert zu zeigen, aber auch das Handwerkszeug der Schneider und Hausfrauen, mit dem sie Mode erzeugt haben.“ Sie dankte den Leihgebern, die mit ihren Erinnerungsstücken die Ausstellung bereichern, so wie Allen, die zum Gelingen beigetragen haben und noch beitragen: Erwin Maisenbacher, dem Mann für alle Fälle, sowie dem Bewirtungsteam Hannelore Kappler, Hannelore Rägle, Ilse Schönemann, Martina Haas-Liebig und ihrer Tochter Katharina. Musikalisch umrahmt wurde der Nachmittag von der Wimberger Stubenmusik.

Margot Burkhardt (links) und Bärbel Barth, die Tochter der ehemaligen Schömberger Schneidermeisterin Elfriede Tute, bewundern ein ausgestelltes Gesellenstück.


Schon gleich am ersten Öffnungstag strömten die Besucher ins Haus Bühler um die alten Nähmaschinen, Bügeleisen oder Fingerhüte zu bestaunen. Auch die Gesellenstücke einiger Schneidergesellen aus Schömberg und Umgebung, sowie die ausgestellten Kostüme stießen auf reges Interesse. Und so manche Besucherinnen waren sich einig: „Die haben damals schöne und mitunter auch zeitlose Mode gemacht.“ Einig waren sich die Besucher auch beim Genuss der leckeren Kuchen und Getränke, die ihnen das Bewirtungsteam kredenzten.

Bei Kaffee und Kuchen ließen die Besucher ihre Eindrücke von der Ausstellung Revue passieren.


Weitere Impressionen


Am 2. Advent wird Helmut Matern um 14.30 Uhr und um 15.30 Uhr Mundartgedichte vortragen, begleitet von Herbert Schneider auf der Zither. Das können die Besucher bei Kaffee und Kuchen genießen. Geöffnet ist die Ausstellung von 14.00 Uhr bis 17.00 Uhr.