Kurortgeschichtlicher Rundweg

Führungen Kurortgeschichtlicher Rundweg

2017 jeden ersten Samstag im Monat führt der Vorsitzende Dieter Wiedenmann Gäste durch den kurortgeschichtlichen Rundweg.

Treffpunkt: Lindenplatz/Rathaus 10:00 Uhr



Siehe auch den Onlinebericht "Schwarzwälder Bote" vom 29.06.2017

http://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.schoemberg-spannende-zeitreise-mit-dieter-wiedenmann.f8c03a3b-e680-4f4a-bf44-ab0e668f3702.html





Entstehung und Stationen des Rundwegs

Kurortgeschichtlicher Rundweg eingeweiht

Durch die Aufstellung von vier Informationstafeln ist die Kurärztepromenade, die im Jahr 2003 der Öffentlichkeit übergeben worden war, auch zum kurortgeschichtlichen Rundweg geworden. Bürgermeister Gerhard Vogel dankte dem Heimat- und Geschichtsverein und seinem Vorsitzenden, Karl-Heinz Bertsch, für die geleistete Arbeit, mit der das Bewusstsein für die Geschichte des Kurorts aufrecht erhalten wird. An der Einweihung und der anschließenden Wanderung über den Panoramaweg nahm auch die Vizepräsidentin des Baden-Württembergischen Landtags, Beate Fauser, teil.




Karl-Heinz Bertsch dankte dem Hauptsponsor Alfred Bendfeld für die großzügige Spende und den Mitarbeitern des Bauhofs für die tatkräftige Unterstützung. Er erläuterte das Konzept des Rundwegs mit den vier Informationstafeln, die an geschichtlich bedeutenden Stellen aufgestellt wurden und mit historischen Bildern und erläuternden Texten versehen sind.


Tafel 1 steht an der Dr.-Stecher-Promenade und zeigt als Schwerpunkt einen Ortsplan von 1939, in den der jetzige Rundweg eingezeichnet ist. Dr. med. Wilhelm Robert Stecher leitete von 1960 bis 1970 als Chefarzt die Abteilung für Lungen- und Bronchialheilkunde der Stadt Pforzheim in dem Sanatorium in Schömberg, das er später als private Vertragsklinik unter seinem Namen führte.




An der Stelle, an der im Jahre 1888 aus dem Gasthaus „Hirschen“ das erste Luftkurhaus wurde, das später als „Sanatorium Schömberg S1“ Medizingeschichte geschrieben hat, steht die Tafel 2. Sie zeigt die „Älteste Heilanstalt Württembergs für Lungenkranke“ in ihrer Ausbaustufe und gibt den Blick auf den Einkaufsmarkt frei, der jetzt an dieser historischen Stätte steht. Gewürdigt wird Chefarzt Dr. med. Artur Walder, dem Schömberg unter anderem einen wunderbaren Park mit exotischen Pflanzen zu verdanken hatte, der in den 90ziger Jahren des letzten Jahrhunderts ebenfalls der Spitzhacke zum Opfer fiel.


Stationstafel II



Dem legendären Landarzt und ersten Kurarzt Dr. med. Willy Wahl und dem Eulenbachtal ist Tafel 3 gewidmet. Ausführlich wird über die Funktion des Eulenbachtals als Schömberger Klimaschleuse informiert. Ohne das Heilklima und die Kurärzte wäre aus Schömberg niemals der weltbekannte Lungenkurort geworden.


Stationstafel III



Tafel 4 würdigt die Verdienste von Dr. med. Georg Schröder, dem ehemaligen Chefarzt des „Waldsanatoriums Dr. Schröder“. Seine Arbeiten haben den Grundstein für die wissenschaftliche Anerkennung des Heilklimas gelegt. Die historische Fassade seines Sanatoriums ist in wunderbarer Vollständigkeit erhalten und wird vom jetzigen Besitzer, der Klinik Schömberg, liebevoll gepflegt. „Wenn der zukünftige Besucher nach diesem Rundgang noch das Haus Bühler – Kunst und Geschichte in Schömberg besucht, dann ist er über die Geschichte Schömbergs bestens informiert“, mit diesen Worten beendete Bertsch seine Ausführungen.


Stationstafel IV


Beim Rundgang über die Kurärztepromenade konnten sich die Teilnehmer von der gelungenen Gestaltung der Tafeln überzeugen. „Wenn man Karl-Heinz Bertsch von der Geschichte des Kurorts berichten hört, könnte man meinen Thomas Mann hätte seinen Zauberberg nicht in Davos gefunden, sondern in Schömberg“, mit diesen Worten zollte Beate Fauser beim Enthüllen der Tafeln dem Vorsitzenden des Heimat- und Geschichtsvereins ihren Respekt. Es gab auf dem Rundweg viele Gespräche, bei denen ältere Schömberger so manche Anekdote aus der Kurortzeit zum Besten gaben.



Bericht und Bilder: Friedrich Eschwey



Rundweg mit Station 5 nun komplett

Pforzheimer Zeitung berichtet (7. August 2011)

SCHÖMBERG. Im Jahre 2003 errichtete der Heimat- und Geschichtsverein einen Rundweg in Schömberg zur Geschichte des Kurorts mit vier Informationstafeln, die an das Wirken bedeutender Kurärzte erinnern. Jetzt wurde mit der Einweihung des Dr.-Eversbusch-Wegs dieser Rundweg vervollständigt und die fünfte Informationstafel enthüllt.


Stationstafel V Enthüllten die Informationstafel am Beginn des Dr.-Eversbusch-Wegs (von links): Irmingard Härdtner, Gertrud Saile und Karl-Heinz-Bertsch.

Zur kleinen Feierstunde waren die Töchter des Geehrten, Gertrud Saile mit ihrem Mann Wolfgang aus Konstanz, und Irmingard Härdtner aus Pforzheim gekommen. Die Gemeinde wurde vom stellvertretenden Bürgermeister Joachim Zillinger und die Touristik und Kur von Gabriele Hammer vertreten. Vom Heimat- und Geschichtsverein waren der Vorsitzende Dieter Wiedemann, der Ehrenvorsitzende Karl-Heinz Bertsch sowie die Vorstandsmitglieder Elisabeth Aberger und Kurt Schönemann mit von der Partie.

„Wir freuen uns sehr, dass wir noch zu Lebzeiten diese Ehrung unseres Vaters erleben dürfen“, sagte Gertrud Saile, die mit ihrer Schwester die Gedenktafel enthüllte. Sie hatten immer wieder bei Karl-Heinz Bertsch die Ehrung ihres Vaters angeregt. „Der Name Eversbusch hat in Schömberg immer noch Bedeutung, deshalb war die Zustimmung von Gemeinderat und Verwaltung zur Errichtung des Dr.-Eversbusch-Wegs einstimmig“, sagte der stellvertretende Bürgermeister Joachim Zillinger.

Die Errichtung des Rundweges geht auf Initiative von Karl-Heinz Bertsch in seiner Zeit als Vorsitzender des Heimat- und Geschichtsvereins (HGV) mit Unterstützung des damaligen Bürgermeisters Gerhard Vogel zurück. Der Rundweg führt über die Klima-Trasse Schömbergs. Der Wirksamkeit dieser Trasse verdanke Schömberg einen großen Teil seiner Attraktivität. Mit den Etappen Dr.-Stecher-Promenade, Dr.-Walder-Promenade, Dr.-Wahl-Promenade, Dr.-Schröder-Weg und Dr.-Eversbusch-Weg wird an die rund 80-jährige Geschichte Schömbergs als „deutsches Davos“ erinnert.



Bericht und Bild: Friedrich Eschwey


Station 6 eingeweiht

Kurortgeschichtlicher Rundweg in Schömberg um sechste Station ergänzt

Wer sich als Besucher für die Geschichte des Heilklimatischen Kurorts Schömberg interessiert, sollte im ersten Anlauf den Kurortgeschichtlichen Rundweg begehen. Auf sechs Schautafeln ist Wesentliches aus rund 80 Jahren Kurortgeschichte mit Bildern und Texten festgehalten. Jetzt wurde am ehemaligen Standort des Cafés Blessing in der Liebenzeller Straße die sechste Schautafel der Öffentlichkeit vorgestellt. Dieter Wiedenmann, der Vorsitzende des Heimat- und Geschichtsvereins, dankte Martin Hackenberg für die Idee zu dieser Tafel auf seinem Gelände und für die Übernahme der Kosten. Sein Dank galt auch dem Ehrenvorsitzenden Karl-Heinz Bertsch für die Gestaltung der Tafel. Erfreut zeigte sich Wiedenmann, dass neben interessierten Bürgern auch Joachim Blessing, der Enkel des Erbauers des Cafés Blessing zur Enthüllung der Schautafel gekommen war.







„Über Jahrzehnte war die „Conditorei, Café und Weinstube von Oskar Blessing“ erste Adresse im gastronomischen Angebot des weltbekannten Heilklimatischen- und Kneipp-Kurortes“, sagte Karl-Heinz Bertsch bei der Vorstellung. Als Beleg dafür ist auf der Tafel das Blessing-Lied aus dem Album „Meine Schwarzwaldtage“ eines ehemaligen Patienten aufgeführt: „Bei Blessing, bei Blessing, da trifft ganz Schömberg sich…“. Wer von den prominenten Kurgästen, wie Boxlegende Bubi Scholz, ex Außenminister Hans-Dietrich Genscher oder Fußballprofi Hannes Löhr vom 1. FC Köln, Gast im Café Blessing war, lässt sich nur vermuten.
Das ehemals wunderschöne Haus, gebaut im Jugendstil, hatte eine bewegte Geschichte. Nachdem Oskar Blessing das Café aufgegeben hatte, war es für einige Zeit eine Uhrenfabrik, wie Joachim Blessing berichtete. Dann kaufte es die Familie Wilms und betrieb in den 1960er und 1970 Jahren das Café Wilms. Danach wurde es von Hans-Joachim Heinold zur Disco mit Namen Kuckucksuhr umgewandelt. Die Bausubstanz verschlechterte sich, vor allem nach Ende der Kuckucksuhr derart, dass der Gemeinderat beschloss das Haus zu kaufen und es 2005 abreißen zu lassen. So verschwand wieder ein Zeuge der Kurortgeschichte.
„Wir haben heute am Standort der ehemaligen Kuckucksuhr eine sehr ordentliche Lösung. Es ist sehr gut, dass mit dieser Tafel an die Geschichte dieses Ortes erinnert wird“, freute sich Bürgermeister Matthias Leyn.




Bildimpressionen



Text und Bilder: Friedrich Eschwey



Den Flyer zum Kurortgeschichtlichen Rundweg gibt es bei der Touristik und Kur und im Museum Haus Bühler zu den üblichen Öffnungszeiten.


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