Bis etwa 1900 war Schömberg ein eher unscheinbares und armes Bauerndorf. Die erste urkundliche Erwähnung findet sich 1176/1177 im 'codex hirsaugiensis', einer Schenkungsurkunde des Klosters Hirsau.

Siedlungsgeschichtlich handelt es sich um ein Waldhufendorf. Dies bedeutet, dass die Gehöfte (Huben) mit der vorderen Giebelseite zur Straße zeigten.
An den hinteren Giebel schloss sich ein Hausgarten, eine Wiese mit Streuobst, eine Feldflur und ein Waldgrundstück an. Die Grundstücke hatten somit einen sehr schmalen, darür sehr langgezogenen Grundriss. Aufgelesene Feldsteine und Hecken bildeten die Abgrenzung zum Nachbargrundstück.

Die folgenden Bilder verdeutlichen diese Siedlungsstruktur.

Im Nachbarort Beinberg ist die Struktur der Waldhufen heute noch gut zu erkennen.


Modell eines Typischen Waldhufenhauses - Gebaut durch Schüler und Eltern und Lehrerin der Klasse 4 der Ludwig-Uhland-Schule.


Die Wohnung lag der kostenlosen Wärme wegen über dem Viehstall. Zu sehen ist auch das Backhaus.

Bildimpressionen